Erdbeeren
Reife Früchte am besten morgens und mit Kelch ernten – dann halten sie länger. Lege Stroh unter die Pflanzen: Das hält die Früchte sauber und beugt Grauschimmel vor.
Ernte: Juni–Juli | Tipp: Stroh unterlegen
ErdbeerpflanzenSie sind noch nicht angemeldet.
Juni im Garten – jetzt zündet die Sommerblüte das große Farbfeuerwerk.
Juni – jetzt zeigt der Garten, was in ihm steckt! Die Eisheiligen sind längst vorbei, die Nächte werden mild, und alles, was du im Frühjahr gepflanzt hast, läuft zur Hochform auf. Die Rosen bersten vor Knospen, die Stauden recken sich der Sonne entgegen, die ersten Erdbeeren leuchten rot. Der Juni ist kein Monat der großen Pflanzaktionen mehr – jetzt geht es ums Pflegen, Ernten und Genießen. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, womit du jetzt das Beste aus deinem Garten herausholst.
Der Juni ist der Rosenmonat. Jetzt öffnen sich die ersten großen Blüten, und die Königin des Gartens zeigt ihre ganze Pracht. Wer jetzt richtig pflegt, wird mit einer zweiten und sogar dritten Blüte belohnt – vorausgesetzt, es handelt sich um öfterblühende Sorten.
Öfterblühend oder einmalblühend?
Nur öfterblühende Rosen danken dir das Ausschneiden mit einer zweiten Blüte. Einmalblühende Sorten (viele alte Rosen und Ramblerrosen) blühen pro Saison nur einmal – bei ihnen kannst du die Hagebutten getrost stehen lassen, sie sind im Herbst ein schöner Schmuck und Vogelfutter zugleich.
Du möchtest dein Rosenbeet erweitern? Container-Rosen lassen sich auch jetzt im Juni problemlos pflanzen. Besonders pflegeleicht und gesund sind ADR-prämierte Sorten. Ein duftender Klassiker für die Rankhilfe ist die Kletterrose „New Dawn“, die unermüdlich und zart duftend blüht. Für das Beet lohnt ein Blick auf gesunde, öfterblühende Beet- und Edelrosen.
Der Grüne Tipp®
„Wer regelmäßig Verblühtes ausschneidet, hält die Rose nicht nur schön – er nimmt ihr auch die Arbeit, Hagebutten zu bilden. Diese Energie steckt sie stattdessen in neue Knospen. Schere also ruhig öfter durchs Beet, deine Rosen danken es dir mit Blüte um Blüte.“
Im Juni haben Hecken ihren ersten kräftigen Austrieb hinter sich und wachsen aus der Form. Ein Schnitt steht an – aber Achtung: Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, und zwar nicht nur gärtnerisch, sondern auch rechtlich.
Wichtig: gesetzlicher Vogelschutz
Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist ein radikaler Rückschnitt oder das Auf-den-Stock-Setzen von Hecken gesetzlich verboten (§ 39 Bundesnaturschutzgesetz) – in dieser Zeit brüten Wildvögel. Erlaubt ist ausschließlich ein schonender Form- und Pflegeschnitt – und auch der nur, wenn sich kein bewohntes Nest in der Hecke befindet. Schau also vor jedem Schnitt genau hin!
Die Tomaten sind ausgepflanzt, jetzt geht es um die laufende Pflege – und die entscheidet über die Ernte. Wer im Juni dranbleibt, erntet ab Juli körbeweise.
Noch ist Säen möglich
Der Juni ist nicht nur Pflege-, sondern auch Sämonat. Jetzt kannst du noch eine zweite Runde aussten: Buschbohnen, Pflücksalat, Rote Bete, späte Möhren und Radieschen, Mangold und Fenchel. So zieht sich die Ernte bis weit in den Herbst.
Jetzt wird genascht! Im Juni hat die Erdbeere ihren großen Auftritt, und auch die ersten Beerensträucher liefern. Frischer geht’s nicht – direkt vom Strauch in den Mund.
Reife Früchte am besten morgens und mit Kelch ernten – dann halten sie länger. Lege Stroh unter die Pflanzen: Das hält die Früchte sauber und beugt Grauschimmel vor.
Ernte: Juni–Juli | Tipp: Stroh unterlegen
ErdbeerpflanzenPünktlich zum Johannistag (24. Juni) werden die ersten Johannisbeeren reif. Ernte ganze Rispen statt einzelner Beeren – das schont die Pflanze und geht schneller.
Ernte: ab Ende Juni | Standort: sonnig bis halbschattig
BeerensträucherNach der Ernte: Erdbeerbeet pflegen
Wenn du deine Erdbeeren nicht vermehren möchtest, entferne die Ausläufer – so steckt die Pflanze ihre Kraft in die Fruchtbildung. Möchtest du Jungpflanzen für nächstes Jahr ziehen, lass die kräftigsten Ausläufer stehen und bewurzle sie in kleinen Töpfen.
Balkonkästen und Kübel sind bepflanzt – jetzt geht es darum, die Blüte bis zum Frost am Laufen zu halten. Das Geheimnis heißt: regelmäßig ausputzen, gießen und düngen.
Das Staudenbeet schießt jetzt in die Höhe. Damit es auch bei Sommergewittern eine gute Figur macht und möglichst lange blüht, lohnen sich zwei einfache Handgriffe.
Hohe, schwere Blüher wie Rittersporn, Hohe Phlox, Sonnenhut oder Pfingstrosen kippen nach dem ersten Regen leicht um. Stütze sie, solange sie noch aufrecht stehen – später bekommst du die Triebe kaum noch unauffällig zurück. Staudenhalter oder ein Reisiggeflecht wirken am natürlichsten.
Spätblühende Stauden wie Astern, Fetthenne (Sedum) oder Indianernessel kannst du jetzt um etwa ein Drittel einkürzen. Klingt mutig, wirkt aber Wunder: Die Pflanzen verzweigen sich, werden buschiger, standfester und blühen etwas später, dafür reicher. Frühsommerblüher wie Storchschnabel dürfen nach der Blüte bodennah zurück – oft folgt ein zweiter Flor.
Die ersten heißen Tage kündigen sich an – und damit das Thema Wasser. Wer richtig gießt, spart Wasser, Zeit und Nerven und macht seine Pflanzen gleichzeitig widerstandsfähiger.
Die wichtigsten Gießregeln
Der 24. Juni, der Johannistag, ist seit jeher eine wichtige Marke im Gärtnerjahr. Rund um diesen Tag ändert sich einiges im Garten – gut zu wissen, worauf es jetzt ankommt.
Der Grüne Tipp®
„Der Juni verführt dazu, ständig im Garten zu werkeln. Mein Rat: Nimm dir bewusst Zeit, einfach nur dazusitzen und zu schauen. Ein blühendes Beet im Abendlicht, das Summen der Bienen – dafür machen wir das doch alles. Die Arbeit läuft dir nicht weg.“