4 Rosenarten, die deinen Garten verzaubern werden
Infos & Tipps vom Profi
Die intensive Züchtungsarbeit der letzten Jahrzehnte hat zu einer überwältigenden Sortenvielfalt bei Rosen geführt. Um den Überblick zu behalten, werden sie häufig nach Wuchsform und Verwendungszweck in Rosengruppen eingeteilt. Wir stellen dir Beetrosen, Hochstammrosen, Englische Rosen und Zwergrosen vor – und zeigen, welche für deinen Garten passt.
Beetrosen für ein attraktives Blütenmeer
Beetrosen eignen sich in besonderer Weise für Beete und Rabatten. Durch ihre reichen Verzweigungen bilden sie dort ein attraktives Blütenmeer. Ihre Blüten fallen etwas kleiner aus als bei Edelrosen, erscheinen dafür aber in größerer Menge. Besonders gut kommen sie in kleinen Gruppen zur Geltung – gerne auch in Kombination mit Stauden oder Sommerbluehern.
Beetrosen werden reihenweise oder flächig gepflanzt. Zur Forsythienblüte im Frühjahr die Pflanzen auf 20 cm zurückschneiden: schwache Triebe ganz entfernen, sehr starke und überlange kräftig einкürzen, um einen gleichmäßigen Wuchs zu erzielen.
Hochstammrosen – auch Rosenstämmchen genannt
Bei Hochstammrosen werden geeignete Rosensorten auf einen Stamm veredelt, dessen Höhe variieren kann. Sie eignen sich bestens als zierende Einzelstellung im Beet oder im Pflanzkübel und lassen sich wunderbar mit anderen Rosen, Stauden oder Sommerblumen unterpflanzen.
Pflanzung: Schritt für Schritt
- Pfahl einschlagen. Vor der Pflanzung einen passend langen Pfahl senkrecht ins Pflanzloch schlagen – er soll später 10–20 cm in die Krone hereinreichen, damit die Veredelungsstelle nicht ausbricht.
- Pflanztiefe bestimmen. Anders als bei Rosensträuchern orientiert sich die Pflanztiefe nicht an der Veredelungsstelle, sondern an der Zapfschnittstelle am Stammfuß. Diese soll eine Handbreit über dem späteren Erdniveau liegen.
- Anbinden. Nach dem Pflanzen die Stammrose am Pfahl befestigen. Kokos, Jute oder Bast eignen sich gut – nicht zu fest binden, damit der Stamm nicht eingeschnürt wird und der Boden sich setzen kann.
Pflege & Rückschnitt
Hochstammrosen vertragen einen jährlichen Rückschnitt der Kronentriebe auf ca. 20–40 cm. Zusätzlich alle schwachen und nach innen wachsenden Triebe entfernen und auf eine ausgewogene Kronenform achten.
Wildtriebe sofort entfernen
Alle Triebe, die am Stamm oder aus den Wurzeln wachsen, müssen ständig entfernt werden – sie schwächen die veredelte Krone und können die gewünschte Sorte verdrängen.
Überwinterung
Die Kronentriebe und die Veredelungsstelle mit Holzwolle oder Stroh umwickeln. Als Nässeschutz außen mit Fichtenreisig abdecken und festbinden. In milderen Gegenden genügt oft ein Jutesack über der Krone.
Tipp für frostgefährdete Lagen
In besonders frostgefährdeten Gebieten bewährt sich bei jungen Stammrosen das Umlegen: Den Stamm zu Boden ziehen, mit Haken fixieren und locker mit Erde oder Reisig bedecken. Die Umlegerichtung gibt die Zapfschnittstelle vor. Im Frühjahr den Stamm behutsam wieder aufrichten. Achtung: Folienbeutel sind für den Winterschutz ungeeignet!
Englische Rosen punkten mit großen, duftenden Blüten
Die Englischen Rosen des Züchters David Austin sind vielen Rosenliebhabern ein Begriff. Sie vereinen den Charme und die Wuchsform alter Rosen mit der Farbvielfalt moderner Sorten – das Ergebnis sind Rosen mit großen gefüllten Blüten, einem herrlichen Duft und sehr guter Pflanzengesundheit.
Der Pflanzabstand hängt vom gewünschten Ergebnis ab: Sollen sie wie Edelrosen blühen, werden sie auch so geschnitten und mit 40 cm Abstand gepflanzt. Soll sich dagegen ihr natürlicher Strauchrosencharakter entfalten, großzügiger setzen und nur auslichten statt zurückzuschneiden.
„Da Züchter oft Rosen verschiedener Gruppen miteinander kreuzen, fallen die Grenzen zwischen den Rosengruppen manchmal fließend aus. Lass dich davon nicht verwirren – entscheidend ist, was die Pflanze kann: Wie groß wird sie? Wie viel Platz braucht sie? Und welchen Schnitt verträgt sie? Die Antworten darauf findest du immer auf dem Pflanzenetikett oder in unserer Sortimentsbeschreibung.“
Zwergrosen für kleine Gärten und Kübel
Zwergrosen sind die kleinsten Vertreter der Rosen und überzeugen mit einem besonders schönen, kompakten Wuchs. Dadurch eignen sie sich hervorragend für kleine Gärten wie auch für die Bepflanzung von Kübeln.
Da Zwergrosen einen dichten, bodennahen Wuchs aufweisen, der das Abtrocknen der Blätter erschwert, ist ein luftiger Standort mit direkter Morgensonne von Vorteil. Aus demselben Grund sollten sie nicht von oben über das Laub gewässert werden – immer direkt an den Wurzelbereich gießen.
- Als Einfassung oder in Gruppen mit 20–30 cm Abstand setzen
- Luftiger Standort mit direkter Morgensonne bevörzugen
- Nie über das Laub wässern – immer direkt an die Wurzel
- Mit der Heckenschere auf ca. 15–25 cm Gesamthöhe kürzen
Fazit: Für jeden Garten die passende Rose
Ob flächiges Blütenmeer mit Beetrosen, elegante Einzelstellung mit Hochstammrosen, duftende Fülle mit Englischen Rosen oder kompakter Charme mit Zwergrosen – für jeden Garten und jeden Geschmack gibt es die passende Rosengruppe.
Entscheidend für den Erfolg sind der richtige Standort, der passende Pflanzabstand und ein konsequenter jährlicher Schnitt. Wer das beherzigt, wird Jahr für Jahr mit einem prächtigen Rosenflor belohnt.
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